New home again!

Angekommen in London war die Ernüchterung groß. Irgendwie sah das Zimmer bei der ersten Besichtigung deutlich wohnlicher aus. Erstmal das Positive: das Zimmer ist recht groß, ein Bett ist vorhanden, das Badezimmer wird nur von mir genutzt.

So weit, so gut. Leider merkte ich schnell, dass ich mich überhaupt nicht wohl fühlte. Das Badezimmer erinnert eher an einen Campingurlaub, die Küche ist ziemlich dreckig und die Mitbewohner möchten einen nicht wirklich kennenlernen. Wie ich es so kenne, bin ich auf die Mitbewohner zugegangen und habe mich vorgestellt, wollte sie kennenlernen, die Menschen mit denen ich mir ein Zuhause teile. Leider war das Interesse nur einseitig und die anderen Hausbewohner waren eher mit ihrem eigenen Leben beschäftigt und wollten von mir nichts wissen. Das war ein ziemlicher Dämpfer am Anfang.

Am ersten Abend ging ich dann recht schnell schlafen, die ganzen Eindrücke haben viel Energie geraubt. Am nächsten Morgen habe ich direkt nach anderen Wohnungen geschaut, wer weiß, vielleicht ergibt sich spontan was besseres!

Und so kam es zu einem witzigen Erlebnis am Abend. Ein Vermieter schrieb mir ich könnte ihn abends in der Stadt treffen, damit man sich kennenlernt und ich evtl dann in sein Haus ziehen kann. Er wäre wohl mit Freunden unterwegs und nannte mir einen Pub in dem wir uns treffen können. Ich fühlte mich sowieso ziemlich alleine und so sagte ich zu und machte mich auf den Weg. Im Pub angekommen lernte ich direkt ein paar seiner Freunde kennen und wir verstanden uns auf Anhieb und zogen den Abend gemeinsam durch die Pubs in Bayswater. Obwohl man in Deutschland das Bier trinken gewohnt ist, müsste ich mich an die Größe der Getränke gewöhnen, hier trinkt man eben nur Pints 😀

Obwohl der Abend wirklich witzig gewesen ist, wurde mir klar, dass das Haus zu weit Weg von allem wäre.

Am Samstag sollte ich dann nach Vancouver zu meiner Einarbeitung fliegen. Koffer gepackt und ab zum Flughafen. Dort angekommen stellte man am Check-In fest, dass mein Flug nicht am Samstag, sondern erst am Sonntag ist. Leider hat meine Firma den falschen Flug gebucht 😀 Etwas frustriert bin ich dann zurück in mein Zimmer. Das Wetter war bescheiden und so machte ich es mir mit einem Film gemütlich. Schaute aber parallel weiter nach Wohnungen. Ich sah ein neues Angebot, näher an der Arbeit gelegen, eigenes Bad, schöne Einrichtung, Garten und zu dem ganzen hat der Mitbewohner bereits selber einen Hund. Ich schrieb ihn an und wir verabredet eine Besichtigung am Abend. Die Gegend (West Hampstead) ist deutlich besser als East Acton, wo ich derzeit wohne. Das Haus macht einen soliden Eindruck und als ich das Zimmer sah war meine Entscheidung eigentlich schon getroffen. Es ist stark mit dem deutschen Standard vergleichbar, die Wohnung besitzt eine schöne Küche und auch ein Wohnzimmer von dem aus man in den riesigen Garten gelangt. Noch besser würde es als ich den Vermieter/meinen Mitbewohner näher kennenlernte. Ein herzensguter Mensch, total hilfsbereit und hat einen tollen sarkastischen Humor. Zudem arbeitet er gerade an seinem eigenen Startup – das hat sofort gepasst 🙂 Es war ein no-brainer, ich sagte ihm ich möchte das Zimmer haben und er war ebenfalls begeistert. So steht es fest, wenn ich aus Vancouver zurück komme, ziehe ich um! Mein “London feeling” ist wieder da 🙂

Das war eine richtige Erleichterung, doch es kommt noch besser.

Als ich an dem Abend zurück in mein “Camping-Zimmer” kam, war da auf einmal ein lautes Geräusch und der ganze Wandschrank hat vibriert. Das ist bisher nicht vorgekommen. Auf der Suche nach der Ursache merkte ich, dass die Röhre, die durch den Wandschrank verlaufen, total heiß sind und vibrieren. Da schien echt ein großer Druck drauf zu sein. Ich lies im Bas etwas warmes Wasser im Waschbecken laufen, das Geräusch hörte auf. Kurze Zeit später ging es wieder los. Ich lies wieder das Wasser an, Geräusch weg. Das konnte nun aber nicht die Lösung sein ständig das Wasser laufen zu lassen….. Ich drehte die Heizungen ab und das Geräusch kam nicht wieder. Nicht optimal ein Zimmer ohne Heizung… Doch da sollte es nicht aufhören. Mitten in der Nacht wurde ich von einem lauten Klopfen wach. Es hörte sich an als würde jemand die ganze Zeit gegen die Fenster schlagen. Ich fasste meinen Mut zusammen und schaute nach, doch das Geräusch war zum Glück kein Einbrecher, sondern der Regen der aus der Regenrinne direkt auf das Dach meines angebauten Badezimmers viel. Lies sich also leider nicht abstellen und so versuchte ich trotz der Geräuschkulisse zu schlafen. Man bin ich froh, dass das mit dem neuen Zimmer geklappt hat.

Am nächsten Morgen habe ich erneut den Koffer gepackt, durfte Einchecken und befinde mich gerade jetzt auf dem Weg nach Vancouver 🙂

Beim nächsten mal Berichte ich von Vancouver und meinem Umzug in Zuhause Nummer 2.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s